#78 RĂŒckblick: Malaysia und Singapur – Auf der Jagd nach Highlights

Geschafft! Heute geht unsere Weltreise in Melbourne zu Ende. Wir sitzen bereits im Flieger Richtung Deutschland! đŸ›«đŸ‘©â€âœˆïž 16 Monate waren wir unterwegs, genau 12.365 km liegen hinter uns, 3 Kontinente und 18 LĂ€nder. Wir haben geflucht, gelacht und selten geweint. Aber eh es hier zu pathetisch wird, fehlt uns noch ein letzter ausfĂŒhrlicher RĂŒckblick aus Asien, auch wenn wir die letzten 3 Monate bereits in Australien verweilten und ganz andere Abenteuer erlebten, hier ein kleiner Zeitsprung: 

Schon als wir Ende Januar uns in Thailand der malaysischen Grenze nĂ€herten, stieg der muslimische Einfluss sichtbar. Im mehrheitlich buddhistischen Thailand (ĂŒber 90 Prozent) waren bis dahin bunt verzierte Tempel und unzĂ€hlige goldene Buddha-Statuen an der Tagesordnung. Doch im sĂŒdlichen Bundesstaat Songkhla warben immer mehr EssensstĂ€nde mit Hallal–MenĂŒs und am Straßenrand erblickten wir viele Moscheen mit Minaretten
 So erklang der Ruf des Muezzin hin und wieder, wĂ€hrend wir die ersten Frauen mit Kopftuch erblickten.

Unsere Route in Malaysia fĂŒhrte uns von Padang Besar (im Norden) bis nach Johor Bahru (ganz im SĂŒden), einmal an der WestkĂŒste entlang. 14 Tage radeln, 8 Pausentage, 1.010 km und einmal Trampen. Jeahh!

Karte Malaysia mit Fahrradroute von Nord nach SĂŒd
1.000 km – Unsere Strecke in Malaysia.

Die drei Wochen in unserem 15ten Radreiseland fĂŒhlten sich definitiv lĂ€nger an. Obwohl wir das detailreiche Planen lĂ€ngst aufgegeben haben, stolperten wir von einem Highlight ins nĂ€chste, es lagen einfach so viele Sightseeing-Punkte genau auf unserer Route – George Town, Cameron Highlands, Kuala Lumpur, Malakka und dann landeten wir sogar bei einem der höchsten Feste fĂŒr die tamilischen Hindus. Das multiethnische Land war fĂŒr uns definitiv eine große Überraschung. Durch den hohen indischen (7 Prozent) und chinesischen (23 Prozent) Bevölkerungsanteil, bot sich uns ein angenehm abwechslungsreiches Essen. Wir genossen die verschiedenen KĂŒchen wirklich sehr. 

Nur wettertechnisch hatte es Malaysia in sich. Schon im SĂŒden Thailands ĂŒberraschten uns  immer wieder heftige Schauer. WĂ€hrend wir durch den 32 Millionen Einwohner-Staat strampelten, zog es sich fast jeden Nachmittag wie aus dem Nichts zu, heftiger Wind kam auf und sturzartig fiel Platzregen. An Radeln war da nicht mehr zu denken. Da hieß es nur Zuflucht finden oder am allerbesten schon im Guesthouse einchecken.

Ansonsten werden uns die wahnsinnig großen Palmölplantagen in nicht so guter Erinnerung bleiben. Wer sich je gefragt hat, was eigentlich das Problem von Palmöl ist (es ist schließlich weltweit das ertragreichste Öl), muss nur durch Malaysia reisen. Immer wieder fuhren wir durch schier endlose, monotone Palmölplantagen. Das Land ist international der zweitgrĂ¶ĂŸte Palmölhersteller (seit 2006 hinter Indonesien) und das sieht man leider ĂŒberall. Allein im Jahr 2021 wurden ĂŒber 90 Mio. Tonnen Palmöl allein hier produziert. Einmal sind wir sogar aus Versehen in einer Ölfabrik gelandet. Wir hatten uns etwas im Weg verfranzt (Komoot wollte einen Schleichweg fahren, den es nicht gab) und die kĂŒrzeste Möglichkeit, auf unsere Straße zurĂŒckzukommen, war einmal mutig durchs BetriebsgelĂ€nde. Wir wurden dabei nicht wirklich aufgehalten. Der Gestank war bestialisch! Es rauchte und qualmte ĂŒberall, am Eingang blubberte eine braune Masse in einem riesen Betonbecken und Arbeiter ohne Atemmaske oder sonstige Schutzkleidung schaufelten Tonnen von FruchtstĂ€nde der Ölpalme. Rund um die Fabrik gab es nur einen kleinen, völlig verschlammten Fluss und am Hintereingang kamen uns jede Menge LKWs mit einer schwarzer, schleimigen Masse auf der LadeflĂ€che entgegen. Uns hat das auf jeden Fall noch einmal gezeigt, welche katastrophalen Auswirkungen der Anbau von Palmöl auf die Natur hat. MĂŒssen wir wirklich ein Öl auf Kosten des Regenwaldes konsumieren? 

Camping mitten auf dem Golfplatz

Wie schon mehrmals erwĂ€hnt: Wir lieben unser Zelt. So sehr wir große gemĂŒtliche Betten und saubere Duschen auch schĂ€tzen, so freuen wir uns immer, wenn wir einen netten Campingspot entdecken und unser kleines Reisezuhause aufbauen. Nach gerade mal 2 Tagen in Malaysia mit Übernachtungen in UnterkĂŒnften, fand Dana einen kleinen Campingplatz, den wir fröhlich ansteuerten. Doch plötzlich standen wir vor einer Schranke zu einem schicken Golfresort. Etwas verwundert fragten wir die WĂ€chter nach dem Zeltplatz, die uns problemlos herein winkten und uns per Moped zu unserem Ziel leiteten. Etwas baff radelten wir zwischen den grĂŒnen Wiesen auf denen kleine Golfcaddies cruisten und sogar den ein oder anderen Abschlag konnten wir bewundern. TatsĂ€chlich hatte Ken, der Campingwart, eine kleine FlĂ€che mitten auf einem GolfgelĂ€nde gekauft und umgebaut. So saßen wir also in unserem Zelt und konnten den Golfenden zuschauen. Hach, es gibt so wunderbar absurde Orte. đŸ€©

Ken machte mit uns einen Ausflug zu WasserfĂ€llen, wo wir glĂŒcklich plantschten und picknickten und Abends bekamen wir super Tipps von einem belgisch-malaysischen Camper-PĂ€rchen, was wir alles in den nĂ€chsten Wochen machen könnten. Und so kam es, dass wir von einem Höhepunkt zum nĂ€chsten radelten.

George Town – Schmelztiegel der Kulturen 

Auf George Town waren wir wirklich neugierig. Als UNESCO-Weltkulturstadt preist jeder Reiseblog die bunte Stadt als Schmelztiegel der Kulturen an: EinflĂŒsse chinesischer und indischer Kultur vermischen sich mit der malaysischen, gleichzeitig hipp, mit zahlreichen Moscheen, Kirchen, hinduistische und chinesisch-buddhistische Tempeln. Ob George Town hielt, was es versprach?

Die Stadt liegt in dem Bundesstaat Penang und hat knapp 160.000 Einwohner:innen. Platziert auf einer Insel, fĂŒhrte nur eine einzige AutobahnbrĂŒcken (13,5 km lang) hinĂŒber und diese wirkte nicht so, als könnten wir uns mit unseren RĂ€dern ins GetĂŒmmel werfen. Also nahmen wir die FĂ€hre. Aber selbst die Fahrt zum Anleger war abenteuerlich. Große, unĂŒbersichtliche Straßen und BrĂŒcken, ein wildverzeigtes Autobahnkreuz. Wie kommt man als FußgĂ€nger:in dorthin, fragten wir uns. Aber letztendlich war es zum GlĂŒck doch sehr einfach, auf die FußgĂ€nger-FĂ€hre zu kommen. Unsere RĂ€der wurden kurzerhand aufs Dach der FĂ€hre verfrachtet und los ging’s.

Und wirklich. Wir waren angetan von George Town mit seinem internationalen Flair. Überall zierte Streetart die Fassaden der kleinen GĂ€sschen; so schlenderten wir gemĂŒtlich von einem Kunstwerk zum nĂ€chsten. Kleine, hippe CafĂ©s luden zum Verweilen ein. Immer wieder hielten wir an, um einen chinesischen Reispudding zu probieren oder indischen Chai zu trinken. Und der chinesische (buddhistische) Goddess of Mercy Temple liegt nicht mal 200 Meter vom hinduistischen Sri Mahamariamman Temple und 350 Meter von der Kapitan Keling Mosque (einst von indischen Muslimen gegrĂŒndet) entfernt.

Obwohl wir nur einen Tag blieben, fuhren wir auch noch mit einer kleinen Seilbahn auf die Penang Hills, um den fantastischen Blick auf die Insel zu genießen und im Regenwald zu spazieren. George Town hat sich wirklich gelohnt!

Ipoh – beim Fest der Tamilen

Unser nĂ€chstes Highlight wartete schon zwei Tage spĂ€ter, in Ipoh, auf uns. Es war weniger die Stadt an sich als Thaipusam, der wichtigste tamilisch-hinduistische Feiertag. An diesem Tag ĂŒberreichte einst die Götting Parvati ihrem Sohn Murugan eine mĂ€chtige Lanze, damit er gefĂŒrchtete DĂ€monen bekĂ€mpfen kann. Aus Verehrung zu Murugan durchbohren sich deshalb zu Thaipusam einige GlĂ€ubige mit spitzen, langen MetallstĂ€ben Wangen, Zunge oder RĂŒcken. So die sehr kurze Zusammenfassung einer komplexen Tradition. Wir verbrachten zwei Abende in der NĂ€he des hinduistischen Tempels in Ipoh und betrachten fasziniert das gesellige Treiben. Viele waren in gelbe Kleidung und TĂŒcher gehĂŒllt
  hatten sich schön gemacht. GlĂ€ubige trugen barfuß einen Milchkrug zum Altar. Und ab und an kam eine kleine Prozession, in der ein Mann mit viel Musik und Getöse einen Kavadi trug (das ist eine Art geschmĂŒckter StahlkĂ€fig, den die GlĂ€ubigen auf den Schultern tragen zur Selbstkasteiung). Andere wandelten in Trance an uns vorbei, warfen sich im Tempel auf den Boden, rollten ehrfĂŒrchtig ĂŒber den Asphalt und einmal kam tatsĂ€chlich ein Mann mit vielen Metallhaken im RĂŒcken an uns vorbei. An den mĂ€chtigen Haken waren Seile gespannt, die von einer anderen Person recht ruckartig gezogen wurde. FĂŒr uns, war diese gewaltvolle Gottesehrung, nicht immer einfach anzusehen. 

Papan – Das verlassene Zinndorf 

WĂ€hrend wir in Ipoh verweilten, besuchten wir noch ein weiteres kleines Highlight. Nur 16 km von Ipoh entfernt liegt Papan, ein fast komplett verlassenes Zinndorf. Zuerst siedelten sich hier Chines:innen an, die einst mit dem Zinn-Abbau begannen. In den 1880ern erlebte die Region einen regelrechten Zinnrausch, der Papan zu einem reichen Ort werden ließ. Es folgten einige Ups-and-Downs der Zinngeschichte und ab Mitte der 1980er war es schließlich, unter anderem wegen des schlechten Zinnpreises, mit dem Minenabbau gĂ€nzlich vorbei. Mit den verlorenen Arbeitsmöglichkeiten, verließen viele Menschen den Ort. Zeitgleich wurde ganz in der NĂ€he radioaktiver MĂŒll abgelagert, was die Abwanderung weiter voran trieb. Heutzutage stehen viele HĂ€user leer und verfallen. Nur  wenige, vor allem Ă€ltere Bewohner:innen, wohnen noch hier. Ansonsten gleicht der ganze Ort eher einer kleinen Geisterstadt. Wir lieben ja Lost Places und so zogen wir durch die verfallenen HĂ€user, in denen sich langsam die Natur ihren Weg bahnt.

Cameron Highlands – Teeanbau in den Bergen 

Und weiter ging der Ritt. Gleich am nĂ€chsten Tag sollte es fĂŒr uns in die schönen Cameron Highlands gehen. Das Hochland ist Teil einer Bergkette, die zirka 1.500 m hoch ist. FĂŒr tropische VerhĂ€ltnisse ist es dort recht kĂŒhl und damit ein beliebter Ausflugsort – auch schon in der Kolonialzeit. Das Klima eignet sich jedoch nicht nur fĂŒr kĂŒhlen Urlaub, sondern auch zum Anbau von Pflanzen, die in den feucht-heißen Tropen normalerweise nicht wachsen. So werden hier Erdbeeren, Salat, Spargel und sehr zu Ankes Freude auch jede Menge Tee angebaut. Die hĂŒgeligen Teeplantagen sind in ihrem satten grĂŒn eine wahre Augenfreude – nicht nur fĂŒr Teeliebhaber:innen. Nur leider werden Erdbeeren und Salat vermehrt unter riesigen FoliendĂ€chern in Hydrokultur angebaut und die weißen Plastikfolien verschandeln mittlerweile die Landschaft deutlich. 

Nach Ipoh lagen also die schon erwĂ€hnten 1.500 m Höhenmeter vor uns und wie die Tage zuvor, regnete es mal wieder in Strömen, diesmal schon morgens. Und wer tropischen Regen kennt weiß, dass es sich nicht um kleine Tröpfchen handelt. Die Aussicht, im strömenden Nass steile Serpentinen zu erklimmen, war so elend, dass wir beschlossen, unser GlĂŒck mal wieder mit Trampen zu probieren. Wir positionierten uns geschickt an einer Tankstelle, von wo sich die Straße eh nur den Berg hoch schlĂ€ngelte. Zuerst waren wir etwas schĂŒchtern, stĂ€ndig Menschen anzusprechen, ist und bleibt anstrengend. Aber was soll’s, die ersten zwei jungen MĂ€nner, die mit einem Pickup kamen, wurden gefragt
 und schwuppdiwupp hatten wir eine Mitfahrgelegenheit. Juchuu, gut gelaunt fuhren wir die anstrengenden Serpentinen ganz im Trockenen nach oben und wurden direkt vor unserer Unterkunft abgesetzt. Danke Jungs! 

Die Vermieterin unseres kleinen Appartments bot uns sogleich eine chinesische Teezeremonie an, das wollten wir uns nicht entgehen lassen! Die ehemalige Englischlehrerin hat sich dafĂŒr einige didaktische Details ĂŒberlegt. Wir tranken also nicht nur passiv Tee und hörten geflissentlich zu, sondern ĂŒbten sogleich verschiedene Handzeichen, um Danke zu sagen. Je nach sozialem Rang zwischen den Teetrinkenden, gibt es eine unterschiedliche Geste. Teekonsum ist einfach entspannend, wenn man sich die Zeit dafĂŒr nimmt und all die vielen kleinen Rituale – an der eigens dafĂŒr gedachten Riechtasse schnĂŒffeln, die GĂ€ste mit den richtigen Worten zum Trinken auffordern oder eben die dankenden Handzeichen – fĂŒhren zu einem sehr ruhigen und genussvollen miteinander.

Von den Cameron Highlands sind es nur 200 km nach Kuala Lumpur. Ohne Regen dĂŒsten wir wieder nach unten und fuhren dabei durch den Regenwald. Kleine Affengruppen saßen immer wieder am Straßenrand und große Baumriesen sĂ€umten unseren Weg. Was zuerst sehr beschaulich wirkte, wurde letztlich ganz schön anstrengend. Als wir realisierten, dass es auf der gesamten Strecke keinerlei Infrastruktur vorhanden war und wir ungewöhnlicher Weise nicht einfach an irgendeinem Streetfoodstand essen oder uns in einem kleinen Shop versorgen konnten. So richtig gut waren wir fĂŒr die Strecke nicht vorbereitet und die Laune sank mit steigenden Hunger und Durst. Als wir dann endlich grummelnd nach Stunden einen kleinen Laden fanden, schafften wir es unter großem kommunikativen Aufwand, die VerkĂ€uferin dazu zu bewegen unsere dort erworbenen Instantnudeln mit heißem Wasser zu ĂŒbergießen. Dazu noch eine Dose grĂŒne Erbsen ins Essen… Mmmhh, selten haben uns Fertignudeln so gut geschmeckt.

Kuala Lumpur – Übernachtung bei Radfans 

FĂŒr die Hauptstadt Kuala Lumpur rafften wir uns endlich mal wieder auf und kontaktierte ein paar Locals ĂŒber Warmshowers. Eigentlich ist Warmshowers eine geniale Art auf einer Fahrradreise nicht nur gĂŒnstig zu ĂŒbernachten, sondern auch mit spannenden Radbegeisterten in Kontakt zu kommen. Unsere Erfahrungen in Italien und der TĂŒrkei waren auch jeweils großartig, dennoch merken wir immer wieder, dass uns die ganze Organisation und Planung der gesamten Reise sehr anstrengt und wir einfach nicht die Muße haben, uns durch die Plattform zu forsten und Anfragen rauszuschicken. Doch in KL (wie die Einheimischen liebevoll ihre Metropole nennen) landeten wir einige Tage bei Simon und Isabel, einem britisch-kanadischem PĂ€rchen. Welch ein Luxus – wir schliefen im Legozimmer und hatten unser eigenes Bad. Obendrein hatte die schicke Wohnanlage der Beiden sogar einen eigenen Pool. 

Wir genossen die Gastfreundschaft so sehr, dass nur Dana einmal das Zentrum der Metropole besuchte. Und sie war begeistert! Mitten zwischen Wolkenkratzer befand sich noch immer ein StĂŒck Regenwald (der Eco Forest) – sozusagen die Lunge der Stadt. Gemeinsam besichtigten wir dann noch die berĂŒhmten Batu Caves. 15 km nördlich der malaysischen Hauptstadt befinden sich gigantische Kalksteinhöhlen. In einer gibt es einen der bedeutendsten Hindu-Schreine außerhalb Indiens. Gewidmet ist er dem Gott Murugan, jenem Gott, der zu Thaipusam verehrt wird. Zu der 100 m hohen Höhle fĂŒhren 272 bunt angemalte Stufen. Diese haben es in sich. Unsere Muskeln, die außer Radfahren keinerlei Ausgleichsbewegung mehr gewohnt sind, beschwerten sich schnell. Also keuchten wir uns mit den Massen nach oben, aber wie schon so oft konnten wir uns glĂŒcklich schĂ€tzen, dass der Tourismus noch nicht auf dem PrĂ€corona-Niveau angekommen ist. Die Höhlen sind beeindruckend und drinnen bewunderten wir neben den fantastischen Naturschauspiel die bunten Tempel, um die ein paar freche Äffchen sich begeistert von Touris fĂŒttern ließen. 

Nach dieser kurzen Verschnaufpause ging es fĂŒr uns weiter Richtung Malakka. Zwar bietet KL im Zentrum einige schöne Parkanlagen, aber sie ist mit ihren knapp 2 Mio. Bewohner:innen auch ganz schön groß und verkehrsreich. Vor allem letzteres stellten wir beim Verlassen fest.

Das Finale: Die Straße von Malakka 

In nur zwei Tagen fuhren wir die 180 km zu unserem letzten Highlight: Malakka. Genau wie George Town wird die Stadt als UNESCO Weltkulturerbe gefĂŒhrt. Zwischen dem 13. und dem 17. Jahrhundert galt Malakka als wichtigste Drehscheibe im internationalen GewĂŒrzhandel rund um den Indischen Ozean. Und noch heute ist die „Straße von Malakka“ eine der meistbefahrenen Wasserstraßen weltweit. Zwischen der Malaiischen Halbinsel und der KĂŒste von Sumatra passieren tĂ€glich bis zu 250 Schiffe die Meerenge.

Auch hier hatten wir wieder nur einen Tag Zeit fĂŒr den Stadtbummel im chinesischen Viertel und entlang der Jonker Street, vorbei am niederlĂ€ndischen Stadthuys (Rathaus) und weiter bis hin zur portugiesische Festung „A Famosa“. Die Stadt ist zudem durchzogen von alten Kolonialbauten. 

Und zum Schluss noch ein Fun Fact auf den die Stadt besonders stolz ist: Gan Boon Leong stammt aus der KĂŒstenstadt. Und der war nicht nur Mr. Malaysia, Mr. Asia und Mr. Univers, sondern auch der BegrĂŒnder von Bodybuilding in dem asiatischen Land und gilt heute als der „father of bodybuilding“ in dem sĂŒdostasiatischen Staat.

Nach Malakka blieben uns noch drei Tage bis zur Grenze nach Singapur. Puh, was fĂŒr ein Ritt. Malaysia haben wir wirklich sehr effektiv besucht. Radeln, Sightseeing, Radeln, Sightseeing
 Aber schließlich war das auch unser Endspurt. Denn in Australien wartete eine lĂ€ngere Pause auf uns und das mussten wir uns wĂ€hrend der Fahrt auch immer wieder sagen: „Bald ist es geschafft!“

Singapur – Das Ende unserer Reise in Asien 

Erschöpft kamen wir schließlich Ende Februar in Singapur an. Die Republik ist eines der durchorganisiertesten Staaten, die wir je gesehen haben. Überall erblickten wir Hinweise, wie wir uns zu verhalten haben: „Fahr langsam“ auf dem Radweg. „Schau nach links“ am BĂŒrgersteig und „Schmeiß keinen MĂŒll aus dem Fenster“ in Wohnblöcken.

Das hat den Vorteil, dass alles sehr gesittet und ordentlich von Statten geht, aber auch den Nachteil von durchaus weitreichenden EinschrĂ€nkung. So sind beispielsweise jegliche Demonstrationen verboten. Damit  landet der Inselstaat beim Internationalen Demokratie-Index auf Platz 70 und wird als „UnvollstĂ€ndige Demokratie“ eingeordnet. Das sind ganze 30 PlĂ€tze hinter der konstitutionellen Wahlmonarchie Malaysia (Platz 40). 

Singapur ist bekannt als eine der teuersten StĂ€dte der Welt. Die Idee von hier aus zu fliegen, weil es angeblich die gĂŒnstigsten FlĂŒge nach Australien gibt, wird natĂŒrlich ad absurdum gefĂŒhrt, wenn man horrende Preise fĂŒr Unterkunft und Verpflegung zahlt. Wir brauchen immer ein paar Tage Orgazeit, um uns einen Fahrradkarton fĂŒr den Flieger zu besorgen und alles Zeug fluggerecht zu verpacken. Und wenn wir schon mal da sind, wollen wir natĂŒrlich gerne mehr sehen als nur den Flughafen. Angefixt von der guten Warmshowers-Erfahrung in KL haben wir tatsĂ€chlich ein PĂ€rchen gefunden, das uns auch in Singapur aufnahm. Hannah und Heiko waren ganz wunderbare Gastgeber.

Anfahrt durch den Regenwald – Wo bleiben denn die Skyscraper?

Das gute an Warmshowers ist, dass wir hĂ€ufig auch schöne Radfahrrouten von unseren Hosts gesendet bekommen, um auf möglichst schönen Wegen zu ihnen zu gelangen. Schon in Kuala Lumpur leitete uns Simon sicher durch die Stadt. In Singapur schickte uns Heiko GPS-Daten fĂŒr Komoot. Wir ĂŒberquerten mit etwas Stau die Grenze nach Singapur und warteten gespannt, dass die futuristische Metropole mit all ihren Skyscrapern und moderner Architektur auftauchte. Ob wir in dem GroßstadtgetĂŒmmel sicher fahren können? 

Statt Megacity kamen wir durch große GrĂŒnanlagen und riesigen Parkanlagen aus Regenwald. Kleine Äffchen kreuzten unsere Wege. Anke rief irgendwann völlig genervt aus, dass sie genug vom pittoresken GrĂŒn hĂ€tte. Sie wolle HochhĂ€user und beeindruckende Bauten. Großstadtgedöns halt. So richtig wurde daraus aber nichts. Auf gut ausgebauten Radwegen radelten wir ewig durch die großen Parks bis wir endlich bei Heiko und Hannah ankamen. Sie wohnten zwar durchaus im 7. Stock einer Anlage aus vielen Betonbauten, aber besonders beeindruckend war das nicht. Es wirkte eher wie eine sehr gepflegte Plattenbausiedlung mit GrĂŒnanlagen. Wieso ist Singapur denn so grĂŒn?

Sehr zu unserer Freude waren die beiden extatische Puzzler und so verbrachten wir den Abend damit ein Urwaldbild zusammenzufĂŒgen. Noch mehr Wald!

„Garden By The Bay“ – Endlich Skyscraper und futuristische Bauten

Den nĂ€chsten Tag nutzen wir zum Sightseeing. Wir fuhren mit der Metro ins Zentrum und tatsĂ€chlich wurden wir belohnt. Extravagante BrĂŒcken, mĂ€chtige HochhĂ€user und natĂŒrlich durfte der „Garden by the Bay“ nicht fehlen. Die beliebte Touriattraktion besteht aus einer 101 Hektar großen Parkanlage, die tropische Natur und beeindruckende Architektur miteinander verbindet. Neben einem botanischen Garten, gab es auch das grĂ¶ĂŸte GlasgewĂ€chshaus der Welt. Wir schlenderten „nur“ um die 25 bis 50 Meter hohen „Supertrees“ herum und kamen aus dem Staunen kaum heraus. 

Abends wurde alles wunderschön kitschig beleuchtet und dann wurde obendrauf noch eine Lichtershow zu klassischer Musik geboten – ganz ohne Eintritt. Februar war gerade Walzer–Monat und so lagen wir unter den gigantischen Baumgebilden, wippten im Dreivierteltakt mit den FĂŒĂŸen und staunten ĂŒber die Millionen von blinkenden Lichtern, die ĂŒber uns tanzten. Eine wirklich beeindruckende Parkanlage, die Natur und futuristische Architektur verbindet.

GetrĂŒbt wurde unser Stadtbummel nur ein wenig, weil wir versuchten 10 kg ExtragepĂ€ck zu unserem Flug dazuzubuchen. Das ReisebĂŒro ĂŒber das wir gebucht hatten, meinte es könne nichts tun, online konnten wir nichts buchen, weil wir ĂŒber eine Agentur das Ticket gebucht hatten und so telefonierten wir mehrmals mit der Fluggesellschaft, die aber unsere diversen Kreditkarten nicht akzeptierte. So standen wir immer wieder genervt irgendwo rum, recherchierten oder harrten in Warteschlangen aus. Aber ohne die extra Kilo wĂ€ren wir aufgeschmissen. Am Ende mussten wir frĂŒher zum Flughafen, um vor dem Check-in, das telefonisch gebuchte GepĂ€ck noch rechtzeitig zu bezahlen. Unser Fazit seitdem: Ab jetzt buchen wir auch mit Fahrrad wieder unsere FlĂŒge selbst. Der erhoffte Vorteil eines ReisebĂŒros uns mit FlĂŒgen mit FahrrĂ€dern zu entlasten, hat bei uns irgendwie nie funktioniert. 

Zum Schluss flutschte es aber doch. Das gebuchte Taxi kam sehr pĂŒnktlich, die beiden Fahrrad-Boxen und alles GepĂ€ck passten problemlos ins Auto und wir flogen schließlich vorfreudig nach Australien, wo wir satte 3 Monate verbrachten…

#77 Australien: Unterwasserspecial – Abtauchen am Great Barrier Reef

Wir haben Nemo gefunden!đŸ€©đŸ đŸŸ Clownfische leben im nördlichen Great Barrier Reef in Seeanemonen, mit denen sie eine Symbiose eingehen, um sich gegenseitig vor Fressfeinden zu schĂŒtzen. Von Cairns aus buchten wir eine Schnorcheltour zum grĂ¶ĂŸten Korallenriff der Welt. Das Great Barrier Reef ist mit einer LĂ€nge von rund 2.300 km sogar vom Weltraum aus zu sehen.🚀🐚🐟🌅

Aus der NĂ€he betrachtet, erschloss sich uns eine fantastische Welt. Recht große Napoleon-Lippfische (auch Maori Wrasse), bunt glitzernde Papageifische, gestreifte Doktorfische und Anke entdeckte sogar eine Meeresschildkröte. Klar wussten wir im Vorfeld, dass hier eines der Weltwunder der Natur auf uns wartet. Aber am Ende unserer Fahrradweltreise ins warme Wasser zu springen und diese Artenvielfalt hautnah zu erleben, hat uns einfach ĂŒberwĂ€ltigt. Was fĂŒr ein krönender Abschluss nach ĂŒber 15 Monaten reisen.

Und damit kommen wir nun langsam zum Ende unseres Abenteuers. Nur noch knapp 2 Wochen bleiben uns in Australien, bis wir in den Flieger nach Deutschland steigenâ€ŠđŸ›«

Und zum Abschluss noch ein kleines Unterwasservideo:

#76 Australien: Gefahren der Natur – Urzeit-Vögel und hungrige Termiten

Wow, wir sind im wilden Norden Australiens angekommen.🌮🐊🌏 An der Nordspitze Queensland lauern ganz neue tierische Gesellen auf uns. WĂ€hrend wir unser Zelt auf einem Campingplatz in Mission Beach aufbauten, stand plötzlich ein ganz schön großer Kasuar direkt hinter uns. Neugierig betrachtete es unsere RĂ€der und zog friedlich von Dannen, wĂ€hrend wir gefangen zwischen Furcht und Faszination verharrten. Die Weibchen können schließlich bis zu 2 Meter hoch werden!  

Und noch furchteinflĂ¶ĂŸender: Umso nördlicher wir radeln, umso mehr Krokodil-Schilder entdecken wir. Sogar am Eingang eines Campingplatzes steht die ĂŒbliche Warnung: „Achtung! Krokodile leben in diesem Gebiet. Angriffe können zu Verletzungen oder zum Tod fĂŒhren“ … Ähm. Gut. Bisher haben wir noch keine erblickt, aber die „Local Crocs“ sollen bis zu 5 Meter lang sein! đŸ˜± Doch die eigentlichen Gefahren sind viel kleiner. So ist unsere Zeltunterlage nach einem Termiten-Angriff durchlöchert und unsere Körper sind von unzĂ€hligen MĂŒckenstichen ĂŒbersĂ€t.🩟🐜

Ansonsten sind wir ganz begeistert vom australischen Camping-Spirit. An der KĂŒste warten ĂŒberall luxuriöse CampingplĂ€tze mit KĂŒche, Pool und sehr sauberen Duschen auf uns. Zudem gibt es free Rest-Areas (Bild 7) inkl. BBQ, Toiletten und Sitzgelegenheiten, an denen Zelten bis zu 2 NĂ€chte erlaubt ist. Aber am schönsten sind die StellplĂ€tze in den Nationalparks, die fĂŒr kleines Geld gebucht werden können. Da gibt es dann sogar wunderbare (krokodilfreie) Badestellen in klaren FlĂŒssen.

Nicht nur im Meer lÀsst es sich schön schnorcheln:

#75 Australien: Endlich wieder in die Pedale treten

Wir sind endlich wieder auf dem Fahrrad. đŸšŽđŸšŽâ€â™‚ïž Ganze zwei Monate haben wir uns in Australien ausgeruht und fahren nun bis Cairns. đŸš”â€â™‚ïžđŸ’Ș Das heißt, endlich wieder unser alter Radreise-Rhythmus: Radeln, Zelt aufbauen, Kocher anwerfen… Hier in Australien werden sogar ganz offizielle „Free Camping Areas “ mit Dusche und WC geboten. đŸ•ïžđŸšżđŸš» 

Die Schwierigkeit ist allerdings die enorme GrĂ¶ĂŸe des Landes. So gab es auf dem „Bruce Highway“ Richtung Townsville alle 50 km eine Tankstelle und sonst nix. In 4 Tagen kamen wir gerade mal durch 2 Orte! 

Nun sind wir auf „Magnetic Island“ angekommen, wo wir Dank Warmshowers eine fantastische Unterkunft fanden. 🌮🏡🌮 Danke Sarah und Paul.đŸ€© „Yunbenun“ (wie die Insel von ihren ursprĂŒnglichen Bewohner:innen genannt wird) liegt am Rande des Great Barrier Reef und so stĂŒrzte sich Dana gleich ins Meer zum Schnorcheln. đŸ„œđŸŸđŸ 

Und noch einen Haken hat die KĂŒste von Queensland: Von November bis Ende Mai ist das Meer von gefĂ€hrlichen Quallen besucht. Da hilft nur ein Schutzanzug, bevor es ins Wasser geht 
 🏊

Das ist noch nicht das Great Barrier Reef, aber die Unterwasserwelt ist immer spannend.

#74 Australien: Oh du schöne Farmarbeit

Es ist Zeit, weiter zu ziehen. đŸš”â€â™‚ïžđŸš† Unsere Zeit auf der wunderbaren Wild Duck Farm ist  leider vorbei. Nun brechen wir zum Great Barrier Reef auf und beginnen unsere Abschlusstour auf dem Rad. 

In den letzten Tagen beim Wwoofen haben wir noch einmal gemeinsam mit Julian und Helena ordentlich gerockt. So eine Kuhweide nimmt einfach kein Ende. đŸ„” DafĂŒr gab es dann lecker selbstgemachtes Sushi, Curry und entspannte Abendstunden. Vielen Dank Brian und Christine fĂŒr die fantastische gemeinsame Zeit.

Zwischendurch sind wir ganz bequem mit einem Auto nach Noosa Heads gecruist. Dort schwimmen zwischen Juli und Oktober bis zu 30.000 Buckelwale an der KĂŒste entlang. Beim aussichtsreichen KĂŒstenwanderweg im Noosa National Park entdeckten wir immerhin viele (fotoscheue) Delfine, die sich elegant mit den Wellen treiben ließen. Ach Australien – du bist so wunderbar.

Dana hat wieder einen Artikel fĂŒr L-Mag ĂŒber unsere Reise veröffentlicht. đŸ€© Wer also noch mehr Australien-Content möchte hier geht’s zum Text.

#73 Australien: TagtrĂ€ume von Jillaroos

Wunderbares Farmerinnen-Leben.đŸ§‘â€đŸŒŸ WĂ€hrend Dana von einem Leben als Jillaroo (die australische Variante eines CowgirlsđŸ€ đŸŽ) trĂ€umt, genießt Anke die abwechslungsreiche Arbeit auf dem Hof. Mal muss Bambus gefĂ€llt werden, mal der Regenwald etwas gestutzt. Und der Koppelzaun fĂŒr die KĂŒhe hĂ€lt uns weiter auf Trab, aber auch der GemĂŒsegarten braucht Pflege. 

Jeden Tag lernen wir etwas Neues ĂŒber Australien. Wusstet ihr zum Beispiel, dass es ganz kleine KĂ€ngurus gibt, die „Pademelon“ (auf dt. Filander) heißen? Hier auf der Farm sind wir ein großer lustiger Haufen. Und wenn es doch mal anstrengend wird, schmeißen wir einfach die Musik an und tanzen.

Und zwischen all der Arbeit bleibt genĂŒgend Zeit fĂŒr Entspannung. So hatten wir mit unseren Mit-Wwoofenden Helena und Julian einen netten Ausflug zur KĂŒste und erhaschten einen Blick auf Bribie Island. Und auch unser Host Christine zog mit uns durch die Gegend. „It is just so lovely here.“ 😍

#72 Australien: Wwoofen in Queensland – Endlich wieder KettensĂ€ge

Es ist wieder Wwoofing-Time!đŸ‘šâ€đŸŒŸđŸŒłđŸ• Zum dritten Mal auf unserer Weltreise arbeiten wir auf einer Farm. Diesmal packen wir in Australien im „Sunshine State“ Queensland mit an… Und es ist fantastisch.

Dana hat mal wieder die KettensĂ€ge geschwungen, wĂ€hrend Ankes Armmuskeln beim Beschneiden des Regenwaldes gefragt waren. Außerdem haben wir schon den Koppelzaun fĂŒr die KĂŒhe repariert, die Einfahrt fĂŒr die Autos aufgefrischt und Feuerholz gemacht
 puh ganz schön viel Arbeit auf so einer „kleinen“ australischen Farm (14 Hektar đŸ€ ). Zum GlĂŒck sind auch gerade Helena und Julian (aus Deutschland) zum Wwoofen bei Brian und Christine. 

Obendrein trainiert Dana den jungen Golden Retriever etwas und wir schlafen in einem eigenen kleinen Cottage direkt am Pferdestall, so dass wir schon beim FrĂŒhstĂŒck einen Blick auf Fire und Prince haben. WĂ€hrend der Herbst in Queensland angenehm warm ist, werden wir wunderbar versorgt mit frisch gebackenen Scones, selbstgemachten Pesto und der besten KĂŒrbissuppe der Welt. đŸ€€

Bereits in der TĂŒrkei und in Griechenland waren wir auf sehr netten Wwoofing-Farmen.

#71 Australia: Mit dem Zelt zum Traumstrand

We ❀ Straddie! Australien wirkt an vielen Orten wie aus dem Bilderbuch. Wir verbrachten ein paar Tage auf North Stradbroke Island. 30 km von Brisbane entfernt, ist es die zweit grĂ¶ĂŸte Sandinsel der Welt.

An der OstkĂŒste erstreckt sich ein 38 km langer weißer Strand. Der Sand ist so fein, dass er beim Laufen quietscht und die Wellen laden zum Bodysurfen einđŸ„â€â™‚ïž. Wir campten zum ersten Mal im National Park. 17 km des Strandes sind fĂŒr einen kleinen Obulus (11 € fĂŒr 2 Personen) zum zelten freigegebenen.

FĂŒr uns verwunderlich: Nicht nur FahrrĂ€der dĂŒrfen am Strand entlang fahren, auch fĂŒr Autos mit 4-Radantrieb kann man eine Genehmigung kaufen.

Im kleinen Örtchen Point Lookout verbrachten wir mal eben 2 Stunden auf dem 1,2 km langen George Walk, erspĂ€hten dabei unzĂ€hlige KĂ€ngurus mit Nachwuchs und sogar Schildkröten und Delfine im Wasser. 

Rechtzeitig vor den australischen Osterferien, brechen wir nun wieder auf zu unserer nĂ€chsten Wwoofing-Farm. Dort wartet dann schon das nĂ€chste Abenteuer auf uns… đŸŒłđŸŽđŸŠ†đŸ•đŸ“đŸŒłđŸ§‘â€đŸŒŸđŸ‘šâ€đŸŒŸ

#70 Australien: Auf zur OstkĂŒste

Hello, Brisbane. đŸ™ïžđŸŒŽWas fĂŒr eine wunderbare Stadt. Nachdem wir in den letzten Wochen ausfĂŒhrlich den SĂŒden Australiens erkundeten, machen wir uns nun auf zur OstkĂŒste. 🧐

Leider mussten wir dafĂŒr nach ĂŒber zwei Wochen Goodbye zu Arne und Soehnke sagen. Zum Abschluss verbrachten wir noch ein paar gemeinsame Tage in Sydney und tanzten in der queeren Bar The Bearded Tit mitten in Redfern. Nun sind die beiden weiter nach Indonesien geflogen, wĂ€hrend wir uns mit einem TrĂ€nchen im Auge 13 Stunden in den Zug nach Brisbane setzten. 

Dort trafen wir auf Maren und Achim (Freunde von einer Freundin von uns). Die beiden leben schon seit ĂŒber 30 Jahren in Australien. Queenslands Capital hat mitunter bis zu 283 Sonnentage im Jahr. â˜€ïžđŸŒ‡ Eine wunderschöne Promenade schlĂ€ngelt sich am Fluss entlang, glĂ€nzende HochhĂ€user treffen auf grĂŒne Parkanlagen und natĂŒrlich ist auch hier das sonnige GemĂŒt der Australier:innen zu spĂŒren. Mitten im Stadtzentrum entdeckten wir sogar ein paar Waterdragons und im Garten unserer Hosts raschelte abends ein Opossum mit Nachwuchs im Baum. 

#69 Australien: 4 Jahreszeiten in Melbourne

Was fĂŒr eine kulinarische Reise. đŸ„ŻđŸ„—đŸœ Wir verbrachten einige Tage in und um Melbourne und fuhren mal eben 660 km đŸ˜Č mit dem Mietwagen an einem Tag, um möglichst schnell Canberra zu erreichen. Mit dem Fahrrad hĂ€tten wir fĂŒr diese Distanz mindestens 10 Tage gebraucht. 

Wir schlenderten gemeinsam mit den beiden Weltenbummlern Arne und Soehnke durch Melbourne und lernten dabei, dass die knapp 5 Mio. Metropole dafĂŒr bekannt ist, dass man an einem Tag 4 Jahreszeiten erleben kann. „Es ist unmöglich, sich passend anzuziehen. Du musst dich jeden Tag aufs Neue entscheiden, an welchem Teil des Tages du dich unwohl fĂŒhlen willst. Frieren oder schwitzen?“, erklĂ€rte uns ein Melbourner 
 Und in der Tat, das Wetter war recht unstetig. Aber Winter? Das ist dann doch etwas ĂŒbertrieben.

Melbourne ist bekannt fĂŒr eine hippe, alternative Szene, die besten Kaffees des Landes und reichlich Grafiti. Wir besuchten einige leckere Restaurants und CafĂ©s, genossen Bars mit lokalem Bier und Wein, gingen ins Kino und sogar zu einem Exitgame. Hach, Großstadtleben mit Freunden – fĂŒhlt sich fast wie zu Hause an. 

Und in der kleinen kĂŒnstlichen Hauptstadt Canberra entdeckten wir schließlich das alte, sowie neue Parlamentshaus und wunderten uns ĂŒber die geringen Sicherheitsvorkehrungen.

Du findest unsere Reiseberichte toll? Oder magst uns einfach so unterstĂŒtzen? Wir freuen uns ĂŒber jeden Euro, denn davon können wir auch unvorhergesehene Kosten (wie Reparaturen) decken oder uns mal eine kleine Pension gönnen.