#15 Rückblick: Trauminsel zum Verweilen

„Wunderschön!“ Genau das, ist unser neuestes Lieblingswort. Seit ziemlich genau vier Wochen sind wir nun schon in Griechenland und kommen aus dem Staunen nicht mehr raus. Wir haben einfach Land, Leute und Landschaft ins Herz geschlossen. Höchste Zeit für einen ausführlicheren Reisebericht.

Aufgeregt haben wir vor vier Wochen die Fähre von Bari (Italien) nach Patras (Griechenland) genommen. Ganze anderthalb Stunden vor Abfahrt standen wir schon hibbelig am Hafen, auf der Suche nach Tickets (die gab es nämlich nicht, im Vorfeld zu kaufen). Doch letztlich war die Buchung vor Ort (inkl. Corona-Grenzübertritt) sehr unkompliziert und das Beste: Fahrräder gelten nicht so richtig als Transportmittel und dürfen deshalb umsonst mitfahren. Sehr praktisch. Dafür standen unsere Lieblinge dann allerdings eingepfercht zwischen Gepäckablage und LKWs. 🚚🚲🚲🚛

Auf geht’s nach Griechenland

Wir hatten uns für bequeme Sitzplätze á la Kinosessel entschieden, also Kategorie 2 (anstatt Deck – ohne richtige Sitzgelegenheit – oder Kabine – mit eigenem Bett). Eine gute Wahl bei über 16 Stunden Fahrt, denn neben uns fanden das nur vier andere sinnvoll (und das bei einen Raum der Platz für mindestens 200 Leute bot) und so konnten wir unsere Schlafsäcke über mehrere Sitze legen, um einigermaßen gut zu schlafen.

Aber bevor es zu „Bett“ ging, mussten wir erstmal die Fähre ganz genau erkunden. 🧐 Während wir staunend über jedes Deck rannten, jedes Rettungsboots inspizieren und Italiens nächtliche Küste vom Meer bewunderten, saßen die Truckerfahrer (und auch die anderen Fahrprofis) rauchend, biertrinkend auf dem Deck und wunderten sich über die aufgeregten Touristinnen. Als uns der nächtliche Fahrtwind durchs Haar wehte, wurde uns irgendwie allmählich klar, dass wir nicht nur auf einem kurzen Fahrradurlaub sind, sondern wir jetzt wirklich von Land zu Land tingeln und das für eine ganz schön lange Zeit.

In der Hafenstadt Patras haben wir dann nur eine Nacht verbracht, um uns auf den Weg nach Askasos zu machen, von wo die nächste Fähre nach Kefalonia startete. Denn dort hatten wir unseren Wwoofing-Hof gefunden. Das besondere an dieser drei tägigen Tour: Wir hatten zuvor beschlossen, nun endlich unser Zelt auszuprobieren. Kaum losgeradelt trafen wir ein französisches Weltreise-Pärchen mit Rad, das uns ermutigte in Griechenland unbedingt zu zelten.

Und noch einen extra Tipp zum Thema Hunde hatten sie für uns im Gepäck. Wenn die jagdfreudigen Vierbeiner uns verfolgen, einfach Bremse ziehen, anhalten und einen Fuß auf den Boden setzen… 😲 Aha, das ist ja genau das, was man intuitiv machen würde – neben einem zähnefletschenden Hund anhalten. Aber um es gleich vorweg zu nehmen, es funktioniert fantastisch. So wie man steht, bleiben sie mit Sicherheitsabstand abrupt stehen und schauen verwirrt drein. 🐕 Huch, aus dem rasenden Etwas ist ja plötzlich ein potentiell gefährlicher Mensch geworden.

Auf die Zelte, fertig, los

Unsere erste Campingnacht verbrachten wir dann neben einem Fluss. Es war einfach wunderschön (wir haben euch ja gewarnt, das ist unser neuestes Lieblingswort). Wir mussten zwar früh ins Bett, weil es im Dunkeln einfach noch zu kalt ist, um lange draußen die Sterne anzuschmachten, aber das Süppchen im rosa Sonnenuntergang, die frische Luft, der strahlend blaue Fluss und die grünen Berge, waren schlicht traumhaft.

Und am nächsten Morgen bekamen wir beim Einpacken eine kleine Überraschung geliefert. Denn der ortsansässigen Schäfer fand uns scheinbar so interessant, dass er 20 Minuten nach unserer ersten Begegnung mit seinem Sohn, seiner Frau und der ganzen Herde Schafen wieder auftauchte. Er redete begeistert auf Griechisch auf uns ein, machte wilde Gesten, zeichnete Erklärungen in den Sand und schenkte uns schließlich 10 wunderbar saftig-süße Orangen. So kann ein Morgen gern beginnen. 🐑🐑🐑🐑🍊🍊🍊🤩

Doch schon am nächsten Tag hatte Anke ihren ersten kleinen Unfall. Eine spiegelglatte Wasserrinne, die plötzlich über die Straße führte, riss ihr in einer Kurve die Räder weg. Zum Glück kam sie nur mit wirklich beeindruckend blauen Flecken davon. Eine ihrer Seitentaschen hat es da etwas schwerer erwischt: gleich zwei Löcher! Gut, dass wir einige Flicken dabei haben.

Für die zweite Nacht Wildcamping haben wir es uns dann ganz schön schwer getan, einen geeigneten Zeltplatz zu finden. Da zu viele Leute in der Nähe, hier zu steinig, da zu viel Acker, hier zu feuchter Boden und überhaupt sind das nicht alles Kuhweiden? … Nach ganzen 20 km (!!!) zusätzlichem Schleifen fahren, wurde es langsam dunkel und so haben wir uns notgedrungen am Ende einer Orangenplantage niedergelassen. Eigentlich ein sehr schönes Bild, so mitten zwischen den reifen Orangen. Doch kurz bevor wir schlafen gehen wollten, raschelte es im Schilf hinter den Bäumen. Da war ein (bestimmt ganz) großes Tier im Wassergraben neben unserem Zelt. Verschreckt begaben wir uns mit Stirnlampe auf die Suche und fanden… eine (immerhin ziemlich) große Bieberratte. Die sind wirklich gar nicht so klein! 🦫🐀

Etwas mulmig krabbelten wir wild spekulieren ins Zelt – was so ein Nutria wohl nachts mit unserem Gepäck, unseren Fahrrädern oder gar mit uns anstellt? Die Antwort lautet: Nix. Es raschelt die ganze Nacht friedlich im Gras. Fertig.

Am dritten Tag fanden wir dann einen etwas höher gelegenen Platz auf einem Felsvorsprung, relativ nah an einer Straße und mit Blick aufs Meer. Endlich wieder vertraute Geräusche – vorbeiziehende Autos, spielende Kinder, Stadtsound eben. Da schlummerten wir gleich friedlich ein. 😴⛺

Während dieser drei Tage haben wir sehr wichtige Dinge für unsere zukünftige Campingaktivitäten gelernt. Erstens: Unser angespannter Geldbeutel erholt sich beim Wild-Zelten sehr deutlich. Zweitens: Wir müssen genügend Zeit einplanen, um einen geeigneten Camping-Spot zu finden. Drittens: Mit 10 Liter im Wasserbeutel kommen wir, sehr gut zurecht und sobald es wärmer wird, ist es dann auch einfacher sich etwas liebevoller zu waschen. Viertens: Mit zwei Powerbanks und einem Solarpanel reicht auch der Strom für 2 Handys, 2 Kopfhörer und 1 GoPro.

Kefalonia – Weinanbau und Inselglück

Nach drei Nächten im Zelt, kamen wir schließlich in Askasos an. Dort ging es wieder auf eine Fähre, diesmal mit Ziel Kefalonia (und nur 2 ½ Stunden Fahrt) – eine wunderschöne (ja, ja wir benutzen das Wort etwas inflationär) ionische Insel. Kaum angekommen, wurden wir gleich herzlich von Kostas empfangen. Er hat uns netterweise angeboten unser Gepäck zu ihm in die Berge zu fahren, so dass wir es auf unserer drei Stunden Fahrt deutlich einfacher hatten, die 350 Höhenmeter hochzustrampeln.

Kaum losgefahren, waren wir sofort geflasht von der Landschaft: Grüne Hügel, steinige Hänge, beeindruckender Blick aufs Meer. Wow. „So wunderschön!“ Wir kamen trotz anstrengendem Anstieg aus dem Staunen kaum heraus. Auf dem Berg angekommen, schlängelte sich die Panoramastraße immer am Hang entlang. Nun zog es sich etwas zu und im Sturm und Regen radelten wir trotzdem beseelt mit Blick auf das stürmische Meer zu unserer kleinen Farm, auf der wir die nächsten drei Wochen blieben.

Kostas hat das Sommerhaus seiner Eltern übernommen und restauriert nun seit zwei Jahren Schritt für Schritt Haus und Garten.
Meist fingen wir um 9 Uhr an, alle gemeinsam. Im Großen und Ganzen kann man unsere Aufgaben als Aufräumen von Garten und Hof beschreiben. Abgeschnittene Äste klein schneiden und entweder zum Feuerplatz oder auf den Brennholzstapel bringen (schließlich müssen wir abends noch ordentlich das Haus heizen, so warm wie erhofft ist es auf der Insel gar nicht). Rasen kürzen und Beschnitt einsammeln. Alte Baumaterialien aussortieren. Gerüste für die alten Weinstöcke reparieren oder alte Zäune einreißen. Aber auch neuen Wein pflanzen, mit Schafsmist düngen oder Schilf (als Stützen für den Wein) auf der Insel suchen, stehen auf dem Programm.

Eier-Challenge und Fahrrad-Reparatur

Und eine weitere Challenge kam in der zweiten Woche auf uns zu: Statt 12 Eier, hat der freundliche Bio-Lieferant mal eben 90 geliefert, aus der Not heraus. Im Winter sind auf der Insel keine Touristen, nur mit den Locals wird er sie kaum los. 90 Eier zu Dritt in zwei Wochen zu essen, war – sagen wir mal – eher schwierig. Riesige Omletts, Massen an Spiegeleiern, es half alles nichts. Trotz ernsthaften Cholesterinproplemen mussten wir nach 70 Eiern aufgeben und die verbliebenen weiterverschenken. Jetzt legen wir erstmal eine kleine Eier-Pause ein.

Meist arbeiteten wir bis maximal 14 Uhr, aßen dann noch eine Kleinigkeit zusammen (oft irgendwas mit Eiern) und dann war Freizeit angesagt. Wir nutzen die freie Zeit, um Kleinigkeiten an unseren Rädern, Taschen und Klamotten zu reparieren oder zu flicken bzw. uns einfach ein bisschen zu organisieren und natürlich auch, um vor dem Ofen einfach Mal in Ruhe ein Buch zu lesen, bestenfalls konnte Dana dabei auch eine verschmuste Katze streicheln. Ansonsten war Dana zwischendurch mit dem Rad in einem wirklich ganz wunderbaren Fahrradladen, die Kurbel musste dringend geschmiert werden. Aiones Bike war so begeistert von Fahrrad und unseren Plänen, dass er die sehr liebevolle Reparatur, inklusive Tipps und Tricks für Dana, einfach sponserte, wir also nix bezahlen mussten. Danke!

In den insgesamt drei Wochen auf der Farm lernten wir auch ein paar Freunde von Kostas kennen, durften jede Menge griechisches Essen genießen, viel Schnaps verdrücken und es wurde sogar einmal wild um Sofa und Ofen getanzt.

Ein großes Thema war natürlich unsere Route. Nachdem wir von dem elenden Krieg in der Ukraine gehört haben, waren wir etwas in Schockstarre. Weniger weil wir nun unsere Route ändern müssen, sondern aus Entsetzen, dass wir nun in Europa einen so folgenschweren Krieg haben.

So saßen wir vor der Weltkarte und tüftelten an neuen Wegen. Ein so großes Land wie Russland auszulassen, ist nicht ganz einfach, auch weil wir beide nicht so überzeugt sind, als lesbisches Pärchen durch den Iran zu fahren. Unsere neue geplante Route führt nun hoffentlich über die Türkei, Georgien und Kasastan. Drücken wir die Daumen, dass es klappt.

Auszeit von der Auszeit: Karneval auf Griechisch

Unsere Freunde Arne und Soehnke fragten uns irgendwann, wo wir denn am ersten März-Wochenende seien, da könnten sie uns besuchen kommen. Schön. Damals wussten wir bereits, dass wir auf Kefalonia wwoofen würden. Ein Blick auf Google-Maps verriet, dass eine Fähre Patras mit der Insel verbindet. Super. Also machten wir aus, uns in Patras zu treffen, sozusagen eine Auszeit von der Auszeit. Statt Farmleben, ein Wochenende Großstadt-Getümmel. Wie sich dann allerdings herausstellte gibt es diese Fährverbindung nicht im Winter. 😕

So kam es dann, dass wir morgens um 8:30 Uhr losfuhren – viel früher als die beiden Besucher aus der Schweiz. Nach einer Stunde Auto (Danke Kostas fürs Fahren) und 2 ½ Stunden auf der Fähre, mussten wir dann auf dem Festland einen Bus nach Patras nehmen. Kein Problem, die Strecke kannten wir ja schon mit dem Fahrrad. Als wir uns Patras näherten, hielt der Bus weit von der Innenstadt entfernt unter einer Autobahnbrücke, eine Frau stieg im Nirvana aus. Wir fuhren weiter… bis Dana – oh Schreck – auffiel, dass wir inzwischen die Richtung geändert hatten und Athen ansteuerten. 🙈 Da wollten wir ja nun wirklich nicht hin. Die Autobahnbrücke (ohne Bushaltestellen-Hinweis und 10 Kilometer von der Innenstadt entfernt!) wäre wohl unsere Station gewesen und das, wo Patras nicht nur eine wichtige Hafenstadt ist, sondern auch Griechenlands drittgrößte Metropole! Aber vielleicht sind zentrale Bushaltestellen auch schlicht überbewertet.

So kam es dann, dass wir morgens um 8:30 Uhr losfuhren – viel früher als die beiden Besucher aus der Schweiz. Nach einer Stunde Auto (Danke Kostas fürs Fahren) und 2 ½ Stunden auf der Fähre, mussten wir dann auf dem Festland einen Bus nach Patras nehmen. Kein Problem, die Strecke kannten wir ja schon mit dem Fahrrad. Als wir uns Patras näherten, hielt der Bus weit von der Innenstadt entfernt unter einer Autobahnbrücke, eine Frau stieg im Nirvana aus. Wir fuhren weiter… bis Dana – oh Schreck – auffiel, dass wir inzwischen die Richtung geändert hatten und Athen ansteuerten. 🙈 Da wollten wir ja nun wirklich nicht hin. Die Autobahnbrücke (ohne Bushaltestellen-Hinweis und 10 Kilometer von der Innenstadt entfernt!) wäre wohl unsere Station gewesen und das, wo Patras nicht nur eine wichtige Hafenstadt ist, sondern auch Griechenlands drittgrößte Metropole! Aber vielleicht sind zentrale Bushaltestellen auch schlicht überbewertet.

Unser Problem im Bus: bis nach Athen gab es nur noch zwei Haltestellen. Eine an der Autobahnraststätte von Egio (auch Kilometer von dem Ort entfernt und wer kennt eigentlich Egio?) und eine bei Korinth. Wir entschieden uns für Korinth und verfehlten damit unser Ziel Patras um satte 150 km (!!!). Aber auch dort waren wir rund 10 km von der Zivilisation entfernt. Wir mussten nun Arne und Soehnke bitten, dass sie uns auf ihrem Weg vom Flughafen Athen nach Patras mit dem Auto am Straßenrand einsammeln. So kamen wir in den unverhofften Genuss, den Kanal von Korinth bewundern zu können. Bis zu 60 Meter tief schneidet sich der künstliche Seeweg in den Felsen. Beeindruckend. Ansonsten hat sich der Ausflug nicht wirklich gelohnt, statt nach Korinth liefen wir von der Autobahn nach Isthmia und … naja, wir warteten sehnsüchtig auf einen einsamen Parkplatz auf die Rettung aus der Schweiz.

Was wir vorher nicht wussten: In Patras findet jedes Jahr der größte Karnevals Europas statt und das genau an dem Wochenende als wir dort verabredet waren. Wegen Corona fiel zwar die große Parade aus (sonst mit 40.000 aktiven Teilnehmenden und bis zu einer Millionen Zuschauenden 😱), dennoch war die Stadt mit riesigen Pappmaché-Figuren geschmückt und überall zogen Verkleidete herum, sogar die Bäckerei-Verkäuferin hatte sich bunte Tier-Öhrchen aufgesetzt. Außerdem lernten wir, dass in Griechenland Karneval mit sehr viel gegrilltem Fleisch und Drachensteigen für die Kids gefeiert wird. So drängten wir uns am Samstag durch die Massen auf der Suche nach einem Frisör und einer neuen Hose für Anke (ja, wir haben schon die ersten Verluste zu verzeichnen). Das Wetter spielte leider so gar nicht mit, es regnete die ganze Zeit und so plünderten wir einen griechischen Supermarkt und schlemmten frische Oliven, Zaziki und Wein in unserem Appartement.

Olympia – Ein Sonntagsausflug

Sonntag ist bekanntlich Ausflugstag und so fuhren wir ins alte Olympia. Die Sonne schien wieder, während wir durch alte Säulen und Steine schlenderten und einiges über die Geschichte der Olympischen Spiele im Museum lernten. Obendrauf gönnten wir uns wieder Zaziki und gebackenen Schafskäse. Ein Traum. Auf dem Rückweg gerieten wir mit dem Auto in ein Rudel Corgiwelpen, die unser Auto aufgeregt umzingelten. Wir schrien abwechselnd vor Verzückung, weil sie einfach soooo niedlich waren und vor Hysterie, weil wir Angst hatten, einen zu überfahren.

Abends bei einem Bier bestaunten wir dann noch das Feuerwerk in Patras, bei dem sonst der „Karneval-König“ am Meer verbrannt wird. Das war ein wunderbares (oder doch auch ein wunderschönes?) Wochenende, dass wir sehr genossen haben und eine willkommene Auszeit vom Farmalltag.

Was bleibt: Malerische Landschaft, freundliche Leute und großartiges Essen

Nach dem Wochenende ging es wieder zum Hof. Nun sind unsere drei Wochen Wwoofen vorbei und wir machen uns wieder mit den Rädern auf den Weg. Griechenland hat uns echt gepackt. Selbst nach vier Wochen staunen wir immer noch über strahlend blaues Meer, blumenbedeckte Wiesen mit Ziegen und Schafen, traumhafte Buchten, steinige Berge und Bienenvölker auf blühenden Hängen, sowie zahlreiche Olivenbäume und Weingärten. Endlich haben wir auch einige Tiere gesehen. Schafe und Lämmer, Ziegen und Zicklein besetzten regelmäßig Straße und Wege. Wir mussten sogar einmal mit einer Sau und ihren sechs Ferkeln ausdiskutieren, ob wir auf dem Feldweg an ihr vorbeifahren dürfen. Da sind die Ziegen einfacher, die stürzen sich einfach von der Straße in den Abgrund, die Steilklippen hinab… und hüpfen dann natürlich elegant weiter von Dannen.

Was uns auch freut: Die Kommunikation ist deutlich einfacher geworden als in Italien. Am Anfang standen wir in Bäckereien und probierten mit viel Zeigen und fragmentarischen Lauten sowie einfachtsten Worten – „One“ – begleitet von einem deutlichen Daumen, um die Eins zu unterstreichen, etwas zu ordern. Als Antwort bekamen wir dann meist im feinsten Oxford Englisch „Would you like the bread with sesame seeds or do you prefer the one filled with cheese?“ Spätestens als Kostas über die bekanntermaßen schlechten Englischkenntnisse der Deutschen schimpfte und wir mit unserem okayen Englisch nicht so richtig widersprechen konnten, haben wir verstanden, dass wir hier unsere Englischkenntnisse eher um einiges verbessern können.

Jetzt steigen wir also wieder auf unsere Fahrräder und cruisen noch ganze drei Wochen übers Festland, bis wir in Nordmazedonien ankommen. Nach all dem Inselleben, freuen wir uns nun aufs Radeln und Zelten auf dem Festland… Und sicherlich bleibt das Land weiterhin so wunderschön wie bisher.

Veröffentlicht von Fabulous Female Cyclists

Ich bin gerade 14 Monate mit dem Fahrrad unterwegs. Berlin-Sydney

5 Kommentare zu „#15 Rückblick: Trauminsel zum Verweilen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: